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Warum spricht die Freimaurerei von einem allmächtigen Baumeister
 
aller Welten "ABAW"?
 
Bauriss gehalten von Br.A.A. im Oktober 2002
 
Einleitung:
 
In meiner nachfolgenden Zeichnung werde ich im ersten Teil zeigen, dass unsere Erde
 
wohl im Universum nicht der einzige bewohnte Planet ist und im zweiten Teil gehe ich
 
auf das Symbol "ABAW" noch näher ein.
 
 
Man kann nicht mit Sicherheit angeben, wann die Menschen zum ersten Mal die Wanderung
 
von Sonne,Mond  und Planeten in den Sternbildern erkannten, doch es gilt heute als sicher,
 
dass schon prähistorische Bauwerke einen eindeutigen astronomischen Bezug aufweisen,
 
der vielfach von mythologischen Absichten geprägt ist. Zu ihnen gehören die Pyramiden in
 
Aegypten,die Tempel der früheren Kulturen in Mittelamerika und die Kultstätten der
 
Germanen, die von ihren Architekten nach der Sonne ausgerichtet wurden, wenn sie im
 
Sommer ihren Höchststand erreicht hatte. Dies alles setzte voraus, dass man gewisse
 
astronomische Grundtatsachen durchschaut und ihre Regelmässigkeit erkannt hatte.
 
Zu diesem Zweck diente auch das über 4000 Jahre alte Stonehenge im Süden Englands,
 
dessen komplexer mathematischer und astronomischer Aufbau erst durch jahrelange
 
archeastronomische Studien erkannt wurde, und dessen Entstehungszeit dann daraus
 
abgeleitet werden konnte.
 
Es handelt sich dabei wohl um eine der ältesten bekannten Stellen, die religiösen und
 
astronomischen Zwecken gedient hat. Zwar ist der Grad der Komplexität des Bauwerkes
 
noch nicht abgeschlossen,doch gilt als sicher, dass die Auswahl des Platzes, der Aufbau und
 
die Aufstellung der Steinblöcke auf die Anweisungen von Priesterastronomen zurückgehen.
 
Uns ist allen klar, was wir täglich zwischen dem Sonnenaufgang und -Untergang erleben.
 
Unser Erdball dreht sich ständig jeden Tag um seine Achse. Das nennen wir einen Tag.
 
Gleichzeitig dreht sich die Erde um die Sonne; das nennen wir ein Jahr.
 
So wie unsere Erde umkreisen noch die anderen acht Planeten Merkur, Venus,Mars,
 
Saturn,Jupiter,Uranus,Neptun und Pluto unsere Sonne.
 
Die Entfernung der Sonne zum Merkur beträgt 58 Millionen Kilometer ; diejenige zur Erde
 
149 Millionen Kilometer , was eine astronomische Einheit AE darstellt.
 
Da die Sonne für unser Leben eine wesentliche Grundlage bildet, will ich sie näher
 
betrachten.
 
Die Temperatur auf der Sonnenoberfläche beträgt etwa 6000 Grad C.
 
Ihre Strahlungsenergie wird schon seit mehreren Jahrmilliarden ununterbrochen durch die im
 
Sonneninnern ablaufenden Kernprozesse aufrechterhalten. Die heftigen Zusammenstösse
 
der Atomkerne lösen Kernverschmelzungen dh. thermonukleare Reaktionen aus.Als für die
 
Sonne wichtigsten Prozess ist der Proton-Proton Effekt zu nennen. Dabei wandeln sich
 
Wasserstoffkerne,das sind Protonen in einen Heliumkern um. Für diese Umwandlung gilt die
                                                               
Einsteinsche Masse-Energie Aequivalenz .(Energie gleich Masse mal Lichtgeschwindigkeit
 
im  Quadrat).
 
In jeder Sekunde werden im Sonneninnern 564 Millionen Tonnen Wasserstoff in 560
 
Millionen Tonnen Helium umgewandelt. Die restlichen 4 Millionen Tonnen gehen in
 
Strahlung über, die sich in sichtbares Licht, Ultraviolett- und Wärmestrahlung,
 
Radiowellen, Röntgen- und anderer Strahlung äussern.
 
Berechnungen zeigen, dass der Wasserstoffvorrat der Sonne derart gewaltig ist, dass deren
 
Verlust nach  10 Milliarden Jahren nur sehr klein ist.
 
Die Kernfusion , wie sie in der Sonne stattfindet, ist wohl die wichtigste Energieform des
 
Kosmos.
 
Die heutigen Atom-Kraftwerke, die auf Kernspaltung basieren, sind wie wir wissen mit
 
grossen Risiken verbunden.
 
So können die Fusionskraftwerke in ferner Zukunft die heutigen Atomkraftwerke ersetzen,
 
so hoffe ich.
 
Die Wissenschaft ist auf dem Weg zur Verwirklichung dieser Energiequelle. Bis zu deren
 
wirtschaftlichen Nutzung sind jedoch noch zahlreiche physikalische und technologische
 
Probleme zu lösen.
 
Solange noch genug Oel, Erdgas und Kohle vorhanden sind, werden die Wirtschaftsmächte
 
kein grosses Interesse an der Kernfusion haben.
 
Zurückkommend auf die Temperatur auf unserer Erde ist zu sagen, dass diese gerade richtig
 
ist,damit sich auf unserem Planeten dh. unserer Erde Leben bilden und erhalten konnte.
 
Unsere Sonne ist aber nur eine von zahllosen Sonnen in einer Sternengruppe, die wir
 
Milchstrasse nennen.
 
In einer klaren Nacht kann man mit dem freien Auge rund 2000 Sterne sehen. Aber bereits
 
ein einfacher Feldstecher zeigt 50 000, ein kleines Fernrohr über 100 000 Himmelsobjekte.
 
Die Gesamtzahl der Sterne, die man mit den grössten Teleskopen und langer
 
Belichtungszeit photographieren kann, beträgt sogar fast 10 Milliarden.
 
Nur ein kleiner Teil davon wurde bis heute studiert.
 
 
Die Entfernung von unserer Sonne zu anderen Sonnen, sprich Fixsternen, misst man in
 
Lichtjahren.
 
Man rechnet im Weltall mit Lichtjahren , da die Distanzen eminent gross sind.
 
Ein Lichtjahr ist somit die Entfernung für welche das Licht ein Jahr benötigt.Es sind dies rund
 
10 Trillionen Kilometer, oder anders gesagt 1000 Milliarden km.
 
Der Durchmesser unserer Milchstrasse beträgt rund 75 000 Lichtjahre. Sie ist derart
 
gross,dass sich in ihr etwa 200 Milliarden Sonnen befinden.
 
Unsere Milchstrasse ist aber nur eine der zahllosen Sternengruppen dh. Galaxien im
 
Universum.
 
Geht man zu den schwächsten noch erfassbaren Galaxien herab, so liegt deren Gesamtzahl
 
in einem ähnlichen Grössenbereich, wie die Zahl der Einzelsterne unseres eigenen
 
Milchstrassensystems , die man von der Erde aus beobachten kann.
 
Die Astronomen sagen, dass es sicher ist, dass es im Weltall mindestens Millionen von
 
Sonnen geben müsse, die Planeten haben, welche eine Temperatur wie unsere Erde
 
aufweisen.
 
Damit aber Leben auf Planeten möglich wird, ist nicht nur die Temperatur wichtig, sondern
 
auch das Vorhandensein von Kohlenstoff.
 
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass irgendwo Leben vom "Typ Erde" existiert , hängt auch
 
von einer Reihe biochemischer Reaktionen ab,die grob gesagt eine Temperatur zwischen 0°
 
und 100° C benötigen.
 
 
Der für die Aufrechterhaltung höherentwickelten Lebens benötigte Sauerstoff wird aus der
 
Luft entnommen.
 
Aus den vorgenannten Gründen, nehmen Astrophysiker und Astronomen an, dass es in
 
unserer Milchstrasse und den übrigen Galaxien im Weltall Millionen von Planeten gibt,auf
 
denen sich Zivilisationen entwickelt haben können.
 
Viele davon können ein Alter von 100 000 Erdjahren erreicht und deshalb unserer erst 5000
 
jährigen Zivilisation weit überlegen sein, sowohl technisch als auch moralisch.
 
Die Häufigkeit technischer Zivilisationen im Kosmos hängt von der Lebensdauer derselben
 
ab. Atomare Selbstvernichtung oder biologische Degenerationen könnten ihre Dauer stark
 
beeinträchtigt haben.
 
 
Würde Pater Giordano Bruno, der u.a. viele Welten voraussagte , heute leben, so würde er
 
nicht auf dem Scheiterhaufen, wie am 17.Februar des Jahres 1600 enden,sondern man
 
würde ihn ernst  nehmen.
 
Die modernen Astronomen erforschen das Universum seit geraumer Zeit mit dem Weltraum-
 
Teleskop "Hubble" und haben damit schon 80 Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems
 
festgestellt.
 
Das Carnegie-Institut sagt dazu folgendes: Auch Gase wie Methan,Wasserdampf und
 
Kalium könnten nach Angaben der Nasa bald entdeckt werden. Auch ergeben Versuche
 
durch reflektiertem Licht des Princeton University Observatory aufschlussreiche
 
Ergebnisse.Die Nasa Mission Terrestial Finder soll im Jahr 2012 starten, die ESA Mission
 
Darwin ist für 2015 geplant.
 
Es ist somit der Nachweis , ob andere Planten bewohnbar sind, bald erbracht.
 
 
Vorstellungen, wie die Erde sei der Mittelpunkt des Universums, nach ptolomäischer Version
 
sind längst vergessen oder die Aussage des Astronomen,Mathematikers und Domherrn
 
Kopernikus dass die Sonne im Mittelpunkt unseres Sonnensystems steht, weiss heute jedes
 
Kind.
 
Für uns FM ist das Universum symbolisch ein grosser Tempel , der von einem göttlichen
 
Architekten entworfen und gebaut ist.
 
 
Wenn wir von einem allmächtigen Baumeister aller Welten und nicht nur von unserer Welt
 
(sprich Erde) sprechen,so entspricht das modernen Ansichten.
 
Ich könnte hier meine Zeichnung abschliessen, will aber das Symbol "ABAW" noch weiter
 
unter die Lupe nehmen.
 
 
 
 
 
Wir erfassen unter dem Symbol "ABAW" alle möglichen Gottesvorstellungen und überlassen
 
es jedem Einzelnen dieses Sinnbild entsprechend seinem Glauben oder seinen
 
philosophischen Vorstellungen mit Leben zu erfüllen.
 
Das genannte Synonym ist ein Symbol,das alle Menschen und nicht nur an eine
 
Religionsgemeinschaft gebundene  gleichermassen als Namen für Gott, den
 
Weltenbaumeister oder als höchste Ordnung anerkennen können.
 
Die alten Pflichten verlangen eine uneingeschränkte Duldung gegenüber jeder religiösen
 
Ansichten und Gemeinschaft. Es ist nicht der Zweck meiner Zeichnung ein Streitgespräch
 
zwischen Philosophen, Theologen  sowie auch Psychologen und Psychiatern hervorzurufen.
 
Gott kann man nicht beweisen!
 
 
Da wir keine Kirche sind, was sind wir den eigentlich ?
 
Was unterscheidet uns von den verschiedenen Clubs wie Rotarier, Lions und dgl. ? Laut
 
Lexikon streben zB. die Rotarier folgendes an:
 
Die Rotarier sind eine weltumspannende interkonfessionelle und unpolitische Vereinigung
 
von Geschäftsleuten, Gewerbetreibenden und angehörigen freier Berufe, die für das Ideal
 
des Dienens eintreten.
 
Deren Ziele sind die Einhaltung ethischer Grundsätze im Privat- und Berufsleben, Förderung
 
verantwortungsbewusster privater und öffentlicher Betätigung. Pflege der Freundschaft und
 
des Willens zur Verständigung und zum Frieden unter den Völkern.
 
Das wollen wir FM doch auch ! Oder ?
 
Auch für uns ist die Ethik ein Meilenstein im täglichen Leben..
 
Damit unterscheiden wir uns somit in keiner Weise von diesem Club. Was ist aber zusätzlich
 
anders bei uns FM?
 
 
 
Die Service-Club kennen keine Initiation und sie haben eben auch keine Rituale und damit
 
keine Tempelarbeiten,  wie wir ! Sie sprechen auch nicht von einem ABAW.
 
Wir wollen ja nicht besser sein, sind aber anders.
 
Für mich ist es klar, dass wir unbeeiflusst von aussen, neutral und dogmenfrei nach der
 
Wahrheit suchen und dabei wissen, dass es einen göttlichen Willen und damit eine höchste
 
Ordnung gibt, der über dem menschlichen Willen steht.
 
Unsere alten Pflichten sagen, dass der FM kein "stupid atheist" sein soll, jedoch offen für die
 
Gegenwart Gottes.
 
Gottesleugner und sittenlose Menschen kann unser Bund nicht brauchen.
 
Ich habe ein vollständiges Vertrauen in die göttliche Ordnung, dessen Representant wir
 
"ABAW" nennen.
 
Für mich gibt es ein stirb und werde. Ich habe ein gutes Gewissen und damit ein  Vertrauen
 
in die höchste Ordnung und dadurch keine Angst vor dem Tode.
 
 
Unser Bund mit seinen Ritualen hat mich mit der freigewählten Lebensschule auf der Suche
 
nach der Wahrheit geformt und beeinflusst.
 
Schon als Lehrling wusste ich, dass Gedanken Kräfte beeinhalten: wusste aber noch nicht,
 
dass ich mich dabei dem göttlichen Willen unterordnen muss.
 
Durch jahrelanges erleben unserer Rituale in allen Graden ging auch mein Suchen in mein
 
Unterbewusstsein ein.
 
 
                                       
In der Bibel  steht unter Kap.11.10 Hebräer:"........ denn er wartete auf eine Stadt, die einen
 
Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist", und 1.Kor.3.10:" Ich habe den Grund
 
gelegt als weiser Baumeister".
 
Auch im Talmud,Traktat 114 a, kommt der Baumeister in diesem Sinne vor.
 
Bei Plato heisst Gott Demiurg, was ebenfalls Baumeister der Welt bedeutet.
 
Comenius umschreibt Gott ebenfalls an einigen Stellen.
 
 
Wie gesagt setzt der Freimaurer den Glauben an ein höchstes "Wesen" voraus.
 
Das Symbol "ABAW" tastet dabei die persönlichen Vorstellungen nicht  an.
 
 
 
Somit kann in unserem Kulturkreis ein Jude,Christ, oder ein Muslim sowie ein Gläubiger
 
ohne konfessionelle Bindung ein Freimaurer sein.
 
Dieser Ordnung sollte sich ausnahmslos jeder Bruder fügen und auf seine Weise ernst
 
nehmen.
 
Auf jeden Fall wäre ohne eine höchste Ordnung im Makro- & Mikrokosmos chaotische
 
Zustände.
 
Ist doch das Gottesauge, das im ersten Grad im Tempel im Osten steht, unser Symbol für
 
den "ABAW". Es errinnert uns an die alle Geheimnisse durchdringende ewige göttliche
 
Ordnung und die nie vollständig erfassbare absolute Wahrheit.
 
 
Das Universum von seiner Entstehung bis zur heutigen Entwicklung; mit dem Kommen und
 
Verschwinden von Planetensystemen , zeigt uns die Erhabenheit des Makrosmos und die
 
Möglichkeit, dass im Weltall noch viele Kulturen und Religionen möglich sind und waren,
 
von denen wir bis heute dank den enormen Distanzen, gottlob nie alles wissen, aber doch
 
einiges besser verstehen können.
 
Planetensysteme werden geboren und sterben, so wie wir als kleine Erdenbürger diesem
 
Prozess auch nicht ausweichen können.
 
Ich stehe in aller Bescheidenheit und Ehrfurcht im Zeichen des Lehrlings vor dem "ABAW"
 
wohlbewusst dass jeder Bruder in sich und als Geselle um sich und als Meister über sich
 
schauen soll und schliesse diese Zeichnung mit dem Bewusstsein, dass ich mich stets auf
 
dem "Weg zur Wahrheit" befinde.
 
 
 
Literaturhinweis:
 
Der Weg zur modernen Physik und Materie in Raum und Zeit. "Sexl.Raab.Streeruwitz"
Erforschter Weltraum, ein Sachbuch der modernen Astronomie : "Herder"
dtv- Atlas zur Astronomie
Der Kosmos Sternführer: "Baker/Hardy"
Kopernikus ein neues Weltbild, UNESCO-Kurier
Bild der Wissenschaft (Internet)
Eugen Lennhoff/Oskar Posner- internationales Freimaurerlexikon
Deutsches Freimaurerlexikon
Lexikon des Geheimwissens: "Horst E.Miers"
Die fünf Weltreligionen: "Hellmuth Glasenapp"